VisionConnect GmbH Blog

Relaunch der Webseite – Teil 3

Relaunch oder Rebrush einer Webseite Teil 3

In unserer dreiteiligen Artikelreihe möchten wir auf die wesentlichen Projektphasen, die es bei einem Website Relaunch oder Rebrush zu beachten gilt, eingehen.

In diesem dritten und letzten Teil gehen wir mit den Phasen „Realisierung“, „Qualitätskontrolle“, „Go Live“ und „Maintenance & Support“ in die Umsetzung und den Betrieb der Webseite.

Auf Basis des „Briefings“ und der „Analyse“ aus unserem ersten Teil und der „Planung“ und „Konzeption“ der Webseite aus dem zweiten Teil kommt nun die Phase der Umsetzung. Somit rückt der Meilenstein „Go Live der Webseite“ immer näher, wobei das Projekt damit nicht abgeschlossen ist. Dazu betrachten wir im Anschluss noch die Punkte Maintenance und Support.

Realisierung

Die Konzeptionsphase und insbesondere das Prototyping bietet Erkenntnisse in Bezug auf das Interaktionsverhalten und die Usabilty. Nun gilt es diese Ergebnisse in die Gestaltung fließen zu lassen, die der Corporate Identity und dem Corporate Design des Unternehmens entspricht.

Design Mockups

Auf Basis der Ergebnisse aus der Konzeptionsphase werden nun von der Agentur Design Mockups erarbeitet. Dabei entstehen die ersten „farbigen“ Entwürfe auf Basis des Corporate Designs. Neben der Desktopdarstellung sollte auch besonderes Augenmerk auf die responsive Darstellung der Webseite auf unterschiedlichen mobilen Endgeräten wert gelegt werden. Nach Abstimmung der Entwürfe sollte eine Freigabe der Design Mockups durch das Unternehmen erfolgen.

Templating

Da heute in den allermeisten Fällen Content Management Systeme zum Einsatz kommen, werden für diese die sogenannten Stilvorlagen oder auch Templates erzeugt. Diese bilden das zukünftige Rahmensystem für die nun folgenden Process Interfaces und die Inhalte.

Process Interfaces

Kaum eine aktuelle Webseite kommt heute ohne entsprechende Process Interfaces aus. Dazu zählen einfache Kontaktformulare über Berechnungsmodule bis hin zu komplexen Shopsystemen. Auf Basis der im Prototyping erstellten Clickable Wireframes und die durchgeführten Usability Analysen werden nun die entsprechenden Programmierungen durch die Agentur umgesetzt.

Contenterstellung

Der wohl in jedem Projekt am meisten unterschätzte Teil ist die Erstellung der Inhalte durch das Unternehmen. Auch wenn auf schon bestehende Inhalte aus alten Präsentation zurückgegriffen werden kann, müssen diese in der Regel noch überarbeitet bzw. redigiert werden.

Neben den Texten ist auf aktuelles und entsprechend aufbereitetes Bildmaterial zu setzen. Hier empfiehlt es sich im Unternehmen schon frühzeitig bei Projektstart die verantwortlichen Projektbeteiligten zu benennen.

Zudem sollte frühzeitig mit der Agentur abgestimmt werden, wer die bereitgestellten Inhalte in das neue System einpflegt.

SEO Onpage

Neben den Onsite Maßnahmen (hierzu später mehr), sollte bei der Erstellung der einzelnen Inhaltsseiten durch den Redakteur besonderes Augenmerk auf die SEO Onpage Maßnahmen gelegt werden:

Social Media Integration

Keine Webseite kann heute mehr ohne eine möglichst umfassende Social Media Integration bestehen. Dazu gehören die bekannten Buttons, die zum Teilen der Seite auf unterschiedlichen Sozialen Netzwerken auffordern. Doch weit wichtiger für ein Unternehmen ist die Bereitstellung des Beschreibungstextes und entsprechenden Bilder in den Metatags. Damit kann eine Darstellung des Unternehmens auf Basis der Corporate Identity in den Netzwerken gewährleistet werden.

Qualitätskontrolle

Sind die Templates erstellt und die Inhalte in das System überführt schließt sich umgehend die Qualitätskontrolle und umfangreichen Tests an. Da im Folgenden weitestgehend nur auf die technischen Testszenarien eingegangen wird – hier noch ein wichtiger Hinweis:
Auch alle oben genannten Punkte zur Contenterstellung und der Suchmaschinenoptimierung sollten Teil des Testszenarios sein.

Funktionstests

Sämtliche Process Interfaces sollten hinsichtlich ihrer Funktionalität und auch Fehlerausgabe geprüft werden. Hierzu hat sich bewährt projektfremde Mitarbeiter aus dem Unternehmen oder noch besser Probanden aus der zuvor definierten Zielgruppe in den Tests mit einzubeziehen. Nur diese machen Fehler bei den Eingaben, die ein Projektbeteiligter nie machen würde.

Die interaktiven Anwendungen Ihres Auftritts sind das Herzstück eines Webauftritts. Hier sollte die Usability und der Joy-of-use intensiv getestet werden.

Performance Optimierung

Die Geschwindigkeit einer Webseite ist ein wichtiges SEO Kriterium. Lange Ladezeiten sind die häufigsten Gründe warum Nutzer einen Webauftritt verlassen.

Ein Webauftritt besteht heute aus vielen miteinander agierenden Komponenten. Frameworks für Javascript und CSS stellen Funktionalitäten bereit. Eigene Programmierungen beziehen sich auf diese oder bringen zudem noch weitere Komponenten mit sich.

Hier gilt es durch Verbesserungen an der Programmierung oder Einstellungen auf dem Webserver eine optimale Performance der Webseite zu erzielen.

Cross Browser Check

Neben den Browser, die vom jeweiligen Betriebssystem vorinstalliert sind, gilt es auch die Darstellung der Webseite mit alternativen Browsern zu testen. Auch wenn sich die Browserhersteller in den letzten Jahren stark in der Darstellung aufeinander zubewegt haben soll doch ein positives Nutzererlebnis das Ziel sein.

Dabei gilt es nicht jeden Browserhersteller zu berücksichtigen. Die wichtigsten Vertreter lassen sich gut aus den aktuellen Statistiken zur Webseite herausfiltern.

Cross Device Test

Auch die Darstellung auf unterschiedlichen mobilen Endgeräten sollte geprüft und vor Onlinestart optimiert werden. Hier hat es sich bewährt die Webseite auf den nativen Endgeräten zu testen und nicht auf sogenannte Simulatoren zurück zu greifen.

GoLive

Nachdem alle Inhalte eingespielt und alle Tests absolviert wurden kann der Webauftritt online gehen. Kurz nach dem Onlinestart sind noch einige Punkte bzw. Todos zu beachten.

Schulung

Sofern ein neues Content Management System eingesetzt wurde sind entsprechende Schulungen der Mitarbeiter im Unternehmen erforderlich. Wahrscheinlich wird ein kleiner Teil der Mitarbeiter schon zum Einpflegen der Inhalte eine Schulung erhalten haben. Diese können dann nach dem „Train the Trainer“-Prinzip interne Schulungen anbieten.

Online Marketing

Neben Erwähnungen in den sozialen Kanälen kann auch z.B durch den Versand eines Newsletters auf den Relaunch oder Rebrush der Webseite hingewiesen werden.

Blogs haben sich als hervorragendes Werkzeug für das Content-Marketing im Rahmen der Content-Strategie herausgestellt. Hier kann der Kunde über Aktualisierungen informiert und mit relevanten Hilfetexten und Tipps versorgt werden.

SEO Onsite

Spätestens mit dem Onlinestart sind die wichtigsten Onsite Maßnahmen zu berücksichtigen, wie z.B.

SEO Offpage

Mit den Offpage (Offsite) Maßnahmen sind alle externen Maßnahmen gemeint, die das Ranking der Webseite in den Suchergebnissen beeinflussen können. Dazu gehören die Backlinks, die Erwähnung Ihres Markennamens, Social Signals und die Click-Through-Rate eine Rolle. Hier sollte das fachliche Know How eines externen Anbieters hinzugezogen werden.

Maintenance & Support

Nach dem Onlinestart fängt die eigentliche Arbeit an der Webseite für das Unternehmen an. Jetzt können die Weichen gestellt werden, um den Rebrush oder Relaunch zu einem dauerhaften Erfolg werden zu lassen.

Aktualisierung & Pflege

Nichts wird von den Suchmaschinen wie z.B. Google mehr honoriert als die redaktionelle Pflege und die kontinuierliche Aktualisierung des Webauftritts. Ein regelmäßiges Monitoring des Webauftritts nach fehlenden Beschreibungstexten, fehlenden Alt- oder Titel-Attributen oder fehlerhaften internen Verlinkungen hilft diesen deren Index stets aktuell und gut gepflegt zu halten.

Onsite Tracking

Neben den aufgerufenen Seiten und der Auskunft über die beliebtesten Bereiche des Webauftritts lassen sich auch ganze Kampagnen von z.B. Werbebannern über die Statistikprogramme verfolgen.

Webseitentracking und Statistiken können weit mehr als nur Auskunft über Besucherhäufigkeiten oder aufgerufene Seiten zu geben. Richtig eingesetzt lassen sich mit diesen Werkzeugen auch Probleme der Webseite und der Process Interfaces wie z.B. Kaufabbrüche der Nutzer analysieren.

A/B Testing

Eine Webseite kann stetig weiterentwickelt werden. Kann ein CTA (Call-To-Action) eventuell eine höhere Conversion Rate erzeugen? Was passiert wenn seine Position auf der Seite ein wenig verändert wird? Hier können A/B Tests helfen die Performance der Webseite noch zu verbessern.

Erfolgskontrolle

Mit BigData lassen sie die Werte Ihrer Onlinebemühungen und deren Auswirkung in der Offline Welt zusammenfließen. Fragen nach erfolgreichen Kaufabschlüssen, Kontakten über die Webseite sollten interdisziplinär im Unternehmen beantwortet werden.

Jour-Fix Meetings

Um auf einen sich ständig wandelnden Markt reagieren zu können,muss man diesen genau beobachten. Regelmäßige Jour-Fix Meetings mit der Agentur bringen neue Ideen und Informationen zum Onlinemarketing und neuen Webtechnologien und -trends.

Turnusmäßige Umfragen im Unternehmen beim First-Level Support und in den einzelnen Abteilungen helfen die Webseite den Bedürfnissen der eigenen Kunden entsprechend anzupassen.

 

Lesen Sie auch unseren 1. Artikel zu „Briefing“ und „Analyse“ bei Relaunch oder Rebrush Ihres Webauftritts

Lesen Sie auch unseren 2. Artikel zu „Planung“ und „Konzept“ und „Prototyping“ bei Relaunch oder Rebrush Ihres Webauftritts

Exit mobile version