Der Trigger fungiert dabei als eine Art Auslöser oder Bedingungssystem. Er „beobachtet“ bestimmte Ereignisse auf der Website – etwa einen Klick auf einen Button, das Absenden eines Formulars, die Sichtbarkeit eines Elements oder das Scrollen innerhalb einer Seite. Sobald die definierte Bedingung erfüllt ist, wird der entsprechende Tag ausgeführt und das gewünschte Tracking-Signal an Matomo gesendet.
Technisch gesehen geschieht dies in der Regel über JavaScript-Logik im Browser. Der Matomo Tag Manager wird als Script in die Website eingebunden und registriert dort verschiedene Ereignisse im sogenannten DOM (Document Object Model).
Ein häufig genutztes Beispiel ist der Scroll-Trigger. Damit lässt sich messen, wie weit Besucher einen Artikel tatsächlich gelesen haben. Dazu wird kein zusätzlicher HTML-Tag im Content benötigt; stattdessen überwacht das Matomo-Script im Hintergrund die Scrollposition des Browsers. Erreicht der Nutzer z. B. 25 %, 50 %, 75 % oder 100 % der Seitenhöhe, kann jeweils ein Event an Matomo gesendet werden. Auf diese Weise lässt sich später auswerten, wie intensiv Inhalte konsumiert werden.
Datenschutz und Trigger im Matomo Tag Manager
Für den Einsatz von Triggern im Matomo Tag Manager ist kein Setzen von Cookies notwendig, da die Überwachung der Events über die JavaScript-Logik im Browser erfolgt.
Dennoch muss für den Einsatz des Tag-Managers die Einwilligung zur Erfassung durch Marketing- und Analysewerkzeuge vom Nutzer gegeben werden.
Was kann man mit Triggern tracken?
Wie oben beschrieben, lassen sich mit diesen Triggern praktisch alle wichtigen Website-Interaktionen messen. Die wichtigsten Trigger, die in Matomo zur Verfügung stehen, haben wir hier einmal zusammengestellt:
Nutzerverhalten
- Seitenaufrufe
- Scrolltiefe
- Zeit auf Seite
- Klickpfade
- Interaktionen mit Elementen
Conversion Tracking
- Formular-Absendungen
- Newsletter-Registrierungen
- CTA-Klicks
- Kaufabschlüsse
- Demo-Anfragen
Content Engagement
- Video-Start / Pause
- PDF-Downloads
- Artikel bis 75 % gelesen
- Klick auf interne Links
Marketing Tracking
- Kampagnen-Landingpages
- Affiliate-Links
- externe Links
- CTA-Buttons
Technische Events
- Cookie-Consent-Events
- Login / Logout
- SPA-Navigation
- App-Events aus dem Data Layer
Welche Trigger stehen im Matomo Tag Manager zur Verfügung?
Seiten- und Lade-Trigger
Page View / All Pages
- feuert beim Laden einer Seite
Typische Nutzung:
- Pageview Tracking
- Script laden
- A/B-Tests starten
Klick-Trigger
Es gibt mehrere Varianten für Klicks:
- All Elements Click – Klick auf jedes HTML-Element
- All Links Click – Klick auf Links (
<a>-Tags)- Download Click – Klick auf Download-Dateien (z. B. PDF)
Typische Nutzung:
- CTA-Buttons messen
- Menü-Klicks
- Downloads (PDF, ZIP)
- externe Links
Form-Trigger
Form Submit
Typische Nutzung:
- Kontaktformular abgeschickt
- Newsletter-Signup
- Lead-Generierung
Scroll-Trigger
Scroll Depth / Scroll Position
Typische Nutzung:
- wie weit ein Artikel gelesen wurde
- Engagement-Tracking
Element Visibility Trigger
Feuert wenn ein bestimmtes Element sichtbar wird.
Typische Nutzung:
- Banner oder CTA im Viewport
- Popup sichtbar
- Lazy-loaded Elemente
Timer Trigger
Feuert nach einer bestimmten Zeit auf der Seite.
Typische Nutzung:
- Aufenthaltsdauer
- „User engaged > 30 s“
History Change Trigger
Für Single-Page-Apps (React, Angular etc.).
Typische Nutzung:
- virtuelle Pageviews bei SPA Navigation
Custom Event Trigger
Feuert auf Events aus dem Data Layer.
Beispiel im Code:
Typische Nutzung:
- Kauf abgeschlossen
- Login
- App-Events
- komplexe Interaktionen
Zusammengefasst sorgen Trigger im Matomo Tag Manager dafür, dass Tracking-Tags nur dann ausgelöst werden, wenn bestimmte Nutzerinteraktionen stattfinden.
Dadurch lassen sich Analysen gezielt steuern, etwa für Klicks, Formularabschlüsse oder die tatsächliche Lesetiefe eines Artikels. Gleichzeitig ermöglicht eine sorgfältige Konfiguration, diese Analysen datenschutzkonform und transparent umzusetzen.
Weitere Informationen rund um die Implemnentierung von Triggern findest du unter
